Projekt Remswelle
Eine stehende Welle für das Remstal
Die Initiative Remswelle will am Remswehr in Winterbach eine surfbare stehende Welle schaffen. Keine Anlage auf der grünen Wiese, sondern ein Einbau dort, wo die Rems heute schon durch ein Bauwerk fließt – das Durchlassbauwerk des Hochwasserrückhaltebeckens: mit vorhandener Infrastruktur, ohne einen neuen Standort auf unbebauter Fläche, getragen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Remstal.
Warum eine Flusswelle?
Flusssurfen ist in den letzten fünfzehn Jahren vom Münchner Eisbach aus zu einem Breitensport geworden. Nürnberg hat 2022 eine Welle an der Pegnitz eröffnet, Hannover eine an der Leine, Pforzheim hat seit 2021 die erste Flusswelle Baden-Württembergs. Überall dort ist aus einem Stück Flussufer ein Treffpunkt geworden – für Surfer, aber auch für Zuschauer, Familien und den Ort selbst.
Im Raum Stuttgart gibt es bislang nichts Vergleichbares. Die Neckarwelle in Stuttgart-Untertürkheim scheiterte 2019 an der Wasserqualität des Neckars. Für Surferinnen und Surfer in ganz Baden-Württemberg gibt es heute genau eine Flusswelle: Pforzheim. Wer näher an Stuttgart wohnt, fährt sonst nach München oder Nürnberg. → Karte aller Flusswellen
Warum Winterbach?
Die Region Stuttgart hat 2,8 Millionen Einwohner – fast so viele wie die gesamte Metropolregion Nürnberg, auf einem Sechstel der Fläche – und keine einzige Flusswelle. Winterbach liegt mitten in diesem Einzugsgebiet, mit S-Bahn-Anschluss.
Das Remswehr in Winterbach – genauer: das Durchlassbauwerk des Hochwasserrückhaltebeckens Schorndorf/Winterbach – liegt direkt unter der Brücke der Ostlandstraße, wenige Gehminuten vom Ortskern und vom S-Bahn-Halt entfernt. Es bringt vieles mit, was eine Welle braucht: ein Bauwerk, das den Fluss verengt und aufstauen kann, befestigte Ufer, Trittsteine, einen Zugang. Das Gefälle für die Welle muss erzeugt werden. Zwei Varianten prüfen wir derzeit – eine gezielte Welle direkt am Wehr und eine breitere Welle an den Trittsteinen. → Standort
Die Rems ist ein kleiner Fluss. An den meisten Tagen reicht ihre Strömung für eine Welle nicht aus; die Welle muss durch Anstau, Verengung oder Rampen erzeugt werden. Ob und wie das geht, klärt die laufende Machbarkeitsprüfung. → So entsteht die Welle
Warum wir auf die ganze Landschaft schauen
Auf diesen Seiten geht es nicht nur um Hydraulik, sondern auch um Böden, Bäche, Kaltluft, Wildbienen und Holztrift. Das hat einen einfachen Grund: Eine Welle braucht nicht möglichst viel Wasser auf einmal, sondern möglichst lange genug davon – und ob die Rems gleichmäßig fließt, entscheidet sich in der Landschaft oberhalb. Eine Remswelle gibt es außerdem nur im Einklang mit Natur- und Gewässerschutz. Und wer einen Fluss nutzen will, sollte ihn und seine Geschichte kennen. → Mehr Flow für die Rems · → Die vergessene Welle von Winterbach
Wo wir stehen
Die Idee ist ausgearbeitet, die technische Machbarkeit wird geprüft, erste Gespräche laufen. Fällt die Prüfung positiv aus, folgen Vereinsgründung, ökologische Bewertung und die Abstimmung mit den Behörden. → Projektstand
Was wir versprechen – und was nicht
Wir versprechen keine Welle für morgen. Flusswellen brauchen in Deutschland typischerweise mehrere Jahre von der Idee bis zum ersten Ritt; Nürnberg hat gut zehn Jahre gebraucht, Augsburg ähnlich lang. Wir versprechen, den Weg offen zu dokumentieren: mit Zahlen, mit Quellen und mit den Einwänden, die es gibt. → Fragen und Einwände
Keine Zeit für alles? Das Wesentliche steht auf einer Seite: → Remswelle auf einen Blick
Du findest die Idee gut? Dann trag dich als Unterstützer ein. Jede Stimme hilft bei Gesprächen mit Gemeinde, Behörden und Förderern. → Unterstützen