Remswelle

Anna – psst!

Anna – psst!

Anna will ihre Ruhe. Ihre Fragen geben keine.

Anna ist 14, macht bei der Remswelle mit – und stellt Fragen, auf die sonst kaum jemand mehr kommt, weil das Selbstverständliche selbstverständlich geworden ist. „Könnte man den Monopteros mal als Leuchtturm benutzen?“ zum Beispiel. Klingt verrückt. Und führt schnurstracks zu Meeresspiegel, Höhenmodellen und der Frage, wofür Bauwerke gut sein können. Genau solche Fragen sammeln wir hier. Manche können wir beantworten, manche noch nicht – dann steht da ehrlich: Das finden wir gerade heraus.

Die Comic-Anna auf diesen Seiten ist eine KI-erzeugte Illustration. Auch die verrückteste Frage bekommt bei uns eine ernsthafte Antwort – das ist die einzige Regel dieser Rubrik.

Anna – psst!

Warum fließt die Rems eigentlich nicht andersherum?

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Wer sagt dem Wasser, wo es langmuss? Die kurze Antwort: die Schwerkraft. Die lange Antwort ist besser – denn Geologen rekonstruieren, dass Teile des heutigen Remsgebiets tatsächlich einmal in die andere Richtung entwässerten: zur Donau statt zum Neckar. Im heutigen Tal bei Winterbach zeigen unsere Geländemodelle keine Spur davon – aber bei Essingen, wo die Rems entspringt, ein Tal, das heute in zwei Richtungen abfließt. Eine scheinbar alberne Frage – und der Anfang einer echten Spurensuche. → Ein Tal, zwei Richtungen

Anna – psst!

Könnte man den Monopteros mal als Leuchtturm benutzen?

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Solide gebaut und hoch wäre er ja – es fehlt nur das Meer. Dafür müsste es bis Winterbach kommen, und das passiert nicht. Das Eis am Nordpol schwimmt im Wasser; schmilzt es, steigt der Meeresspiegel kaum. Entscheidend sind die dicken Eispanzer auf Land: in der Antarktis am Südpol und auf Grönland, dazu alle Gletscher der Berge. Selbst wenn all das schmölze, stiege das Meer nur um rund 66 Meter. Winterbach liegt aber 245 Meter hoch – fast viermal so hoch. Als Leuchtturm hat der Monopteros also nie zu tun. Aber die Frage dahinter ist klug: Kann ein Bauwerk mehr als eine Aufgabe haben? Der Monopteros ist Landmarke und Aussichtspunkt. Und das Durchlassbauwerk an der Ostlandstraße schützt vor Hochwasser – ob es nebenbei auch eine Welle in der Rems möglich machen kann, ist genau die Frage, die unsere Initiative stellt. → Das Projekt

Anna – psst!

Kann es eigentlich zu viele Bienen geben?

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Ja, kann es – zumindest zu viele von einer Sorte. Honigbienen leben in Völkern mit zehntausenden Sammlerinnen; wo im Hochsommer wenig blüht, können sie Wildbienen und anderen Insekten die Nahrung knapp machen. Verblüffend, oder? Die ganze Geschichte samt Flugweiten und Blühkalender: → Zu viele Bienen?

Anna – psst!

Kann man Regen für den Sommer aufheben?

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In der Regentonne jedenfalls nicht lange – und beim Hochwasser hilft die volle Tonne gar nichts. Das ist das Winterbacher Zisternen-Paradox: Speicher, die immer voll sind, können nichts mehr aufnehmen. Wer Regen wirklich „aufheben" will, braucht Boden, Wiesen und Landschaft, die Wasser schlucken und langsam wieder hergeben. → Schwammlandschaft Winterbach

Anna – psst!

Wenn die Welle stillsteht – surfe ich dann überhaupt?

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Beim Meeressurfen fährt man mit der Welle mit. Auf einer Flusswelle bleibt man an Ort und Stelle, und das Wasser rauscht unter einem durch. Stillstehen und trotzdem surfen – wie das physikalisch geht, erklärt eine der schönsten Formeln des Wasserbaus: der hydraulische Sprung. → So entsteht eine stehende Welle

Anna – psst!

Mussten Kinder früher auch so weit zum Sportplatz laufen?

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Nein – früher lagen Bolzwiesen mitten im Ort, das zeigen alte Luftbilder. Heute ist es für viele Kinder ein ganzes Stück bis zum Sportgelände; wie weit und wie eben der Weg ist, kann man auf unserer Karte sogar selbst nachmessen. → Wie weit hast du es? Selbst nachmessen · → Kinder und Jugendliche

Anna – psst!

Hat Winterbach eine Welle vergessen?

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Vielleicht. Vor 300 Jahren schoss bei der Holztrift Wasser durch eine Gasse im Winterbacher Mühlwehr – und im Staatsarchiv liegt eine Akte mit dem Titel „Floßgasse zu Winterbach". Ob dahinter je eine Welle stand? Das ist die Spurensuche, an der wir gerade arbeiten. → Die vergessene Welle von Winterbach

Anna – psst!

Kann unsere Welle UNESCO-Kulturerbe werden?

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Die Welle selbst nicht – Kulturerbe kann man nicht bauen, man muss es leben: Geschützt werden Bräuche und Könnerschaft, die Menschen über Generationen weitergeben. Aber jetzt kommt's: Die Geschichte, zu der unsere Welle gehört, ist schon eines! Die Flößerei wurde 2022 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen – und die Holztrift auf der Rems ist ihr vergessenes Kapitel. Und Kulturerbe fängt immer damit an, dass jemand anfängt. → Die vergessene Welle von Winterbach

Anna – psst!

War hier wirklich mal Meer?

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Ja! Vor rund 183 Millionen Jahren bedeckte ein flaches Meer ganz Süddeutschland – eine halbe Autostunde von hier, in Holzmaden, findet man daraus noch heute Fischsaurier und Ammoniten. Dass Winterbach jetzt 245 Meter hoch liegt, liegt nicht an einem besonders hohen Meer: Das Land wurde später angehoben. Ob das Meer je zurückkommt? Das klärt Annas Leuchtturm-Frage. → Als hier Meer war

Anna – psst!

Warum ist es nachts im Ort wärmer als am Waldrand?

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Weil Wiesen, Felder und Wälder an den Hängen in klaren Nächten schnell abkühlen – und die kalte Luft, schwerer als die warme, wie Wasser hangabwärts fließt. Häuser und Straßen dagegen haben tagsüber Wärme gespeichert und geben sie nachts ab. Wo die kühle Luft in den Ort hineinkommt, wird es angenehm; wo sie nicht hinkommt, bleibt es warm. Wie diese Luftströme durch Winterbach laufen: → Kühle Luft für Winterbach

Anna – psst!

Warum haben München und Nürnberg eine Welle – und wir nicht?

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Gute Frage! In der Region Stuttgart leben 2,8 Millionen Menschen – fast so viele wie in der ganzen Metropolregion Nürnberg. Nürnberg hat eine Flusswelle, München sogar zwei, die Region Stuttgart keine. Wer hier surfen will, fährt nach Pforzheim, München oder Nürnberg. Genau diese Lücke ist der Grund, warum es die Initiative gibt. → Standort Winterbach · → Alle Flusswellen im DACH-Raum

Anna – psst!

Wenn es wärmer wird – wächst hier dann bald Wein wie in Bordeaux?

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Vielleicht an manchen Hängen. Um 2045 könnte es am Hungerberg so warm sein wie heute am Kaiserstuhl oder im Burgund – ungefähr so, wie es in Bordeaux im langjährigen Mittel war. Ob dort wirklich Rotwein wachsen würde, hängt aber an viel mehr als Wärme: an Boden, Hang, Wasser und Frost. Wir spielen es als Gedankenexperiment durch. → Weinbau von morgen

Anna – psst!

Kann man auf der Rems bis zum Meer surfen?

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Surfen nicht – aber paddeln! Mit einem Stand-up-Paddle-Board, kurz SUP, käme man von Winterbach bis zur Nordsee. Die Rems fließt bei Remseck in den Neckar, der Neckar bei Mannheim in den Rhein, und der Rhein bei Rotterdam ins Meer. Zusammen sind das rund 800 Kilometer: gut 25 auf der Rems, rund 170 auf dem Neckar, rund 600 auf dem Rhein. Leicht wäre das nicht. Schon auf der Rems gibt es Wehre, um die man herumtragen muss; auf dem Neckar stehen knapp 20 Staustufen mit Schleusen; und auf dem Rhein teilt man sich das Wasser mit großen Frachtschiffen, die nicht bremsen können und Paddler oft gar nicht sehen. Ein erwachsener Paddler hat 2020 auf einem selbstgebauten Holz-SUP rund 950 Kilometer auf dem Rhein geschafft, von der Schweiz bis in die Niederlande – in 27 Tagen. Für Kinder gilt: nur mit Erwachsenen, mit Schwimmweste und nie in die Nähe von Wehren oder großen Schiffen. → Die Rems in Winterbach

Von Winterbach bis zur Nordsee: Rems, Neckar und Rhein, zusammen rund 800 Kilometer. Schema, Flussläufe vereinfacht.
Von Winterbach bis zur Nordsee: Rems, Neckar und Rhein, zusammen rund 800 Kilometer. Schema, Flussläufe vereinfacht.
Anna – psst!

Wie kann es an der Rems mehr Surftage geben, ohne dass es mehr regnet?

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Indem der Regen, der sowieso fällt, langsamer ankommt. Prasselt er auf harte, kahle Flächen, schießt er in ein, zwei Tagen durch die Rems – erst ist zu viel Wasser da, dann zu wenig. Fällt er auf lockeren Boden, Wiesen und Wald, saugt die Landschaft ihn auf wie ein Schwamm und gibt ihn über Tage und Wochen wieder ab. Dieselbe Regenmenge – aber mehr Tage, an denen genug Wasser in der Rems ist. Nach unserem Rechenspiel könnten das 15 bis 23 Surftage im Jahr mehr sein, wenn die Landschaft oberhalb von Winterbach ein Fünftel des schnellen Abflusses länger hielte. Und das Beste: Was der Welle hilft, hilft auch den Fischen, den Gärten und dem Grundwasser. → Was hat das alles mit Surfen zu tun?

Anna – psst!

Ist die kleine Flussstufe am Vogelturm der heimliche Treffpunkt der Tiere?

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Ein bisschen schon – zumindest für Tiere, die schnelles, sauerstoffreiches Wasser mögen. Wo die Rems über die Stufe vor dem Remsknie plätschert, wirbelt sie Luft ins Wasser, und darunter gräbt sie sich eine tiefere Stelle. Auf den Steinen leben Insektenlarven und kleine Krebstiere wie Bachflohkrebse, Fische finden Futter und Verstecke, und Vögel wie Wasseramsel oder Gebirgsstelze jagen gern an solchen Stellen. Wir sehen dort zum Beispiel viele Stichlinge. Aber die Stufe hat eine Kehrseite: Für kleine Fische und Krebstiere ist schon eine Stufe von zehn, zwanzig Zentimetern eine Mauer, über die sie flussaufwärts nicht hinwegkommen. Dass sich unterhalb so viele tummeln, kann also auch heißen: Hier geht es nicht weiter. Deshalb baut man solche Stufen heute gern zu flachen, rauen Rampen um. → Tiere und Pflanzen an der Rems · → Wehre und Durchgängigkeit

Anna – psst!

Ist Surfen eher wie Snowboard oder wie Skateboard?

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Eher wie Snowboard – mit einem Schuss Skateboard. Wie beim Snowboard gleitet man, statt zu rollen, und lenkt, indem man das Brett auf die Kante stellt. Auf der Flusswelle bleibt man dabei fast auf der Stelle, und das Wasser rauscht unter einem durch – ein bisschen wie Snowboarden im Tiefschnee. Mit dem Skateboard teilt das Surfen die Herkunft: Surfer in Kalifornien haben es erfunden, für Tage ohne Wellen, und nannten es „sidewalk surfing“ – Surfen auf dem Gehweg. Auch das Snowboard hat einen Surf-Vorfahren, den „Snurfer“ von 1965. Bei allen dreien steht man seitlich, mit dem linken Fuß vorn („regular“) oder dem rechten („goofy“). Und was hat nur das Surfbrett? Finnen: kleine Flossen unten am Heck, die das Brett wie ein Kiel in der Spur halten und in der Kurve Halt geben. Flussbretter sind kurz und haben meist kleine Finnen, für den Anfang oft weiche. Aber es geht auch ohne: Die alten Hawaiianer surften auf finnenlosen Holzbrettern, den Alaia – gehalten nur von ihren scharfen Kanten. Skimboards kommen bis heute ohne Finne aus. → So surfst du eine Flusswelle · → Surfen ohne Welle

Anna – psst!

Warum darf ich im Sommer kein Wasser aus dem Bach holen?

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Weil der Bach es dann selbst dringend braucht. Im Sommer 2026 hat das Landratsamt verboten, Wasser aus Bächen und Flüssen zu nehmen – für jeden kleinen Bach genauso wie für die Rems, sogar mit der Gießkanne. Bei Niedrigwasser wird das Wasser warm, der Sauerstoff knapp, Schmutz konzentriert sich, und Fische sitzen in einzelnen Becken fest. Jeder Eimer fehlt ihnen. Gießwasser für den Garten kommt deshalb besser aus der Regentonne oder Zisterne – Wasser, das man vorher aufgefangen hat. → Wenn die Rems knapp wird

Anna – psst!

Warum soll ich im Winter gießen?

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Nicht für die Pflanzen – für den nächsten Regen! Im Winter gießt kaum jemand, die Zisterne steht randvoll. Kommt dann tagelang Regen, läuft sie über, und alles Wasser vom Dach rauscht in Kanal und Bach. Genau im Winter und Frühjahr kommen aber die großen Hochwasser der Rems. Der Trick: Ist viel Regen angekündigt, lässt man vorher einen Teil der Zisterne ab und lässt das Wasser im Rasen versickern. Dann hat die Zisterne wieder Platz und fängt den Regen auf. Wichtig: nicht auf gefrorenen oder schon matschigen Boden – und nicht in den Gully, sonst ist das Wasser gleich im Bach. → Das Winterbacher Zisternen-Paradox

Anna – psst!

Ist ein Hangrutsch so was wie eine Lawine – nur ohne Schnee?

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Ziemlich genau! Bei beiden rutscht etwas Schweres auf einer glatten Schicht den Hang hinunter – bei der Lawine Schnee auf einer schwachen Schneeschicht, beim Hangrutsch Erde und Stein auf nassem Ton. Und bei beiden fragt man dasselbe: Wie steil ist der Hang? Gibt es eine Rutschschicht? Und wie „satt“ ist er gerade – bei der Lawine vom Neuschnee, beim Hang vom Wasser? Ein Unterschied: Lawinen kommen in Minuten, Hänge kündigen sich oft lange vorher an – durch Risse, schiefe Bäume und nasse Stellen. In Urbach ist 2001 ein ganzer Hang abgerutscht, und die Gesteine bei uns sind dieselben. Darum lohnt es sich, Hänge lesen zu können wie ein Skitourengeher den Schnee. → Warum Hänge rutschen

Anna – psst!

Warum heißt Streuobst eigentlich Streuobst?

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Weil die Bäume wie verstreut in der Landschaft stehen: einzeln, groß, mit viel Abstand – nicht in langen Reihen wie in einer Obstplantage. Es sind Hochstämme: Die Krone beginnt erst in über 1,60 Metern Höhe, man kann darunter durchgehen, und die Bäume werden bis zu 20 Meter hoch und bis zu 100 Jahre alt. Zwischen ihnen liegen mindestens 8 Meter. In einer Obstplantage stehen dagegen Niederstämme: kleine Bäume, deren Krone schon bei einem halben Meter anfängt. Sie bleiben etwa 5 Meter hoch, stehen dicht in Reihen und tragen nur 15 bis 20 Jahre lang – dazwischen bleiben schmale Grasstreifen. Auf der Streuobstwiese ist dagegen die Wiese darunter die Hauptsache: Sie wird gemäht oder beweidet. So gibt es auf derselben Fläche Äpfel, Birnen oder Kirschen oben und Heu unten – und Platz für Vögel, Insekten und Fledermäuse dazwischen. Am Hungerberg stehen viele dieser Bäume übrigens dort, wo früher Wein wuchs. Unter ihnen liegt bis heute der tief umgegrabene Weinbergsboden. → Wald oder Wiese? · → Der Boden zeigt, wo Reben standen

Anna – psst!

Warum kann man in Plüderhausen mitten im Ort an der Rems spazieren – und bei uns nicht?

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„Unsere Rems fließt mitten durch Winterbach. Aber wenn ich einfach mal am Wasser entlanggehen will, geht das im Ortskern kaum. In Plüderhausen gibt es eine richtige Promenade an der Rems. Was könnten wir uns da abschauen?“

Plüderhausen hat sein Remsufer zur Remstal Gartenschau 2019 neu gestaltet: Gegenüber dem Alten Rathaus entstand eine Promenade mit Holzsteg. Sie schafft eine neue Verbindung zu Fuß und rückt die Rems näher an die Menschen. Auch Winterbach hat zur Gartenschau gebaut – den Zugang am Gleisdorfer Platz mit Sitzstufen und Holzdeck. Nur geht es von dort am Wasser nicht weiter: Zwischen Gleisdorfer Platz und Remswehr reichen auf dem Südufer Gärten bis an die Böschung, auf dem Nordufer Gewerbeflächen. Unterhalb des Orts, an der Renaturierung, kann man dagegen gut an der Rems entlanggehen.

Wir haben nachgezählt: Nach OpenStreetMap begleiten in Plüderhausen auf 43 Prozent der Remsstrecke Wege beide Ufer, in Winterbach auf 11 Prozent. Ob und wo bei uns ein Uferweg möglich wäre, hängt von Eigentum, Hochwasserschutz und Naturschutz ab und muss mit Gemeinde und Fachleuten geklärt werden. Wie es aussehen könnte, haben wir schon einmal skizziert – vom Gleisdorfer Platz am Wasser entlang bis zum Remswehr und auf dem anderen Ufer zurück. → Uferwege an der Rems: unsere Ideen

Anna – psst!

Ist der Hungerberg steiler als eine Skipiste?

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Stellenweise ja! Skipisten werden nach ihrem Gefälle eingeteilt: Eine blaue Piste hat höchstens 25 Prozent, eine rote bis 40 Prozent, eine schwarze mehr. Am Hungerberg ist der Hang im Rutschungsgebiet im Mittel rund 34 Prozent steil – das wäre eine rote Piste. In den steilsten Klingen am Schurwald wären es sogar schwarze. Nur Schnee liegt bei uns zu selten, und Lift gibt es auch keinen. Wie steil es bei dir ist, kannst du selbst nachmessen. → Wie steil ist es hier? Selbst messen

Hast du auch so eine Frage?

Fragen, die zu verrückt klingen, um sie zu stellen, sind oft die besten. Wenn dir eine einfällt – über Wasser, den Ort, die Landschaft oder die Welle –, schick sie uns über die Kontaktdaten im Impressum. Die schönsten bekommen hier eine Antwort. Anna sucht mit aus.

Häufige Fragen

Ist Anna echt?

Ja. Anna ist 14, gehört zur Initiative und stellt solche Fragen wirklich. Die Comicfigur ist eine KI-erzeugte Illustration; mehr über die Menschen hinter der Initiative steht auf Über uns.

Ist das eine Kinderseite?

Nein – eine Fragenseite. Dass die besten Fragen von einer 14-Jährigen kommen, heißt nicht, dass die Antworten einfach wären: Hinter jeder steckt eine unserer Untersuchungen, mit Quellen. Warum die Rems nicht andersherum fließt, ist keine Kinderfrage. Es ist eine bemerkenswert gute Frage.

Quellen: Die Antworten stützen sich auf die jeweils verlinkten Seiten und deren Quellen. Zusätzlich: Skipisten-Frage – Salzburger Nachrichten, „Mit System durchs Skigebiet“ (Pistenfarben nach DIN 32912 und ÖNORM S 4610 f); Uferweg-Frage – Jedamzik + Partner, Projektseite „Remstalgartenschau Plüderhausen“ (Promenade mit Holzsteg, Planung und Bau 2015–2019), Wegeanteile: eigene Auswertung © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL); Meer-Frage – Wikipedia „Rems“ und „Neckar“ (27 Staustufen Plochingen–Mannheim), Staustufe Aldingen (oberhalb der Remsmündung), Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes (KHR), „Länge des Rheins“ (2015), SUPboarder Magazine, 04.01.2023 (Tour 2020), Polizei NRW, „Rudern und Kanusport“ (2023), Rems: © OpenStreetMap-Mitwirkende, Grenzen: Natural Earth · Vogelturm-Frage – NABU, Porträts Wasseramsel und Gebirgsstelze; waldwissen.net, „Gewässer im Wald“ (Abstürze über 10 cm); eigene Beobachtung (Stichlinge) · Snowboard-Frage – Wikipedia „Skateboarding“, „Snurfer“, „Goofy footed“, „Alaia“, „Surfboard fin“; Blue Tomato, „How to surf river waves“ · Bach-Frage – Allgemeinverfügung des Landratsamts Rems-Murr-Kreis vom 23.06.2026 (nach Gemeinde Urbach) · Streuobst-Frage – NABU, „Streuobstwissen“; Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, „Streuobst – Unterscheidungsmerkmale“

Das „Psst!" ist übrigens echt: So macht Anna, wenn sie ihre Ruhe will. Die Fragen kommen trotzdem – und es gibt sogar einen Song dazu.